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Literatur
Aktuelles
Buch
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Torsten
Lemmer
Rechts raus
Mein Ausstieg aus der Szene
Mit einem Vorwort von Gerhard Zwerenz
Die
rechte Szene in Deutschland - in den Schlagzeilen, wenn Gewaltaktionen
und Aufmärsche stattfinden - ist ein komplexes Organisationsgefüge,
Hort finsterer Ideologien, Anziehungspunkt desorientierter Jugendlicher,
Tummelplatz für Geschäftemacher. Von allem weiß
Lemmer aus eigener Erfahrung zu erzählen. Akteur, nicht
Mitläufer war er. Und Nutznießer. Seine Abkehr von
der rechten Szene, pressewirksam in Schlingensiefs Theaterspektakel
verkündet, ist umstritten. Er paßt nicht ins Bild
des reuevollen, steuerfinanzierten Aussteigers. Wenn er über
seinen Weg in die rechte Szene und seinen Weg raus aus ihr erzählt,
verbieten sich Sympathien, die dem heimgekehrten »verlorenen
Sohn« zuteil werden mögen. Es geht nicht um Irrwege
und Verführung, sondern um Kalkül auf der einen, und
auf der anderen Seite um die Abgründe des demokratischen
Spielfelds der heutigen Bundesrepublik.
Das
Neue Berlin - Eulenspiegel Verlagsgruppe
erschienen: 03.2004
192 Seiten, 12.90 EUR
Buch
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Torsten
Lemmer/Christoph Schlingensief
Nazis raus - Nazis rein
Mit Beiträgen u.a. von Dr. Antje Volmer, Carl Hegemann
etc.
Hamlet
in Zürich ... mit aussteigewilligen Nazis! Skandal! Das
vielleicht spannendste Projekt Christoph Schlingensiefs sorgte
im Frühjahr 2001 für Aufsehen und Tumult, weil er
aussteigewillige Neonazis in seine Theaterarbeit integrierte,
bei Straßenaktionen zum Verbot der Schweizerischen Volkspartei
aufrief und zusammen mit dem Ensemble den Verein REIN e.V. für
weitere aussteigewillige Neonazis gründete.
Über diese spannenden Geschehnisse ist jetzt diese erstaunliche
Dokumentation im Suhrkamp Verlag erschienen, die man diesem
ehrwürdigen Hause kaum zugetraut hätte. Die Herausgeberinnen
meistern das Thema formal und inhaltlich auf beeindruckende
Weise.
Das
Buch dokumentiert einerseits sämtliche Geschehnisse rund
um das Hamlet-Projekt und enthält bislang unveröffentliche
Zuschriften von aufgebrachten Schweizer Bürgern, interne
Faxe und Emails sowie offizielle Briefe an den Bundesinnenminister
Otto Schily oder die Bundeszentrale für politische Bildung.
Es finden sich darin transkribierte Fernsehinterviews, Pressestimmen
und Rezensionen zum Stück sowie eine Fülle an Fotomaterial.
Daneben finden sich Texte, die exklusiv für dieses Buch
geschrieben wurden. Darunter auch einige von den am Projekt
beteiligten Neonazis, die von ihren Erfahrungen in und mit der
rechtsradikalen Szene berichten, von ihrer Motivation, bei Schlingensiefs
Projekt mitzuwirken und aus der rechten Szene aussteigen zu
wollen oder aber von ihrer Entscheidung gegen einen Ausstieg.
Es kommen außerdem die Bundestagsvizepräsidentin
Antje Vollmer oder der Philosoph Boris Groys zu Wort sowie der
Dramaturg des Stückes Carl Hegemann oder Filmkritiker und
Theaterwissenschaftlern, die sich um Theoretisierungsversuche
bemühen.
Das
Buch lädt zum spielerischen Umgang ein, man kann darin
stöbern, lesen oder einfach nur blättern. Es ist so
konzipiert, dass man es von zwei Seiten lesen kann, die in der
Mitte aufeinandertreffen. Die eine Seite repräsentiert
Schlingensief und seine Herangehensweise an das Projekt, die
andere Seite hingegen die Perspektive der Neonazis. Der Leser
bekommt Einblick in die Denkweise der Neonazis, unzensiert werden
z.B. Auszüge aus rechten Songtexten vorgestellt.
Das
Buch erklärt weniger als dass es einfach nur verschiedene
Positionen aufzeigt und lädt dadurch dazu ein, sich ein
eigenes Bild und Urteil von dem Projekt zu machen. Mut zur Ambiguität
ist selten in unserer paternalistischen Medienwelt. Ein Buch
für Menschen, die sich eigene Meinungen bilden können
und möchten.
Suhrkamp Verlag
328 Seiten
Erschienen 2002
Preis 12,50 €
ISBN :3-518-12296-7 |
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Die
nachstehenden Bücher sind in einer Zeit entstanden, die ich
nicht verschweigen möchte. Meine heutige politische Gesinnung
hat jedoch nichts mehr mit diesem Gedankengut zu tun. |
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1996
„Sänger für Deutschland
– die Biographie des Volkssängers Frank Rennicke" |
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1994
„Skinhead Rock" – Eine
notwendige Klarstellung über nonkonforme Musik" |
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